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EIN AUFRUF ZUM ENGAGEMENT

Am 28. März ist das ausdauerndste 'Lesen ohne Atomstrom' zu Ende gegangen – das bereits im November 2018 begonnen hat. Zum Finale resümierte ein Generationendialog den Festivaltitel 'Protest & Widerstand': mit den prominenten Protagonisten der 68er-Bewegung, Gretchen Dutschke und Hannes Heer, und der 31-jährigen Aktivistin Emily Laquer. Sie diskutierten die Verdienste der antiautoritären Revolte vor 51 Jahren und deren Bedeutung für heutiges Engagement. Dutschke: „Ohne '68 wäre vieles an Protest und Einmischung heute nicht möglich.“ Was Laquer als „kritische Erbin der 68er“ bestätigt: Für die Sprecherin der Hamburger G20-Proteste ist „'68 auch heute, radikale Kämpfe sind bitter nötig.“ Bei der achten Ausgabe des unabhängigen Kulturfestivals würdigten insgesamt mehr als drei Dutzend namhafte Autoren und Künstler zivilgesesellschaftliches Engagement – gemeinsam mit 2.028 Zuschauern. Frank Otto, Vorstand des veranstaltenden Kultur für alle e. V.: „Das Zuschauerinteresse ist anhaltend hoch. Seit dem Start im Jahr 2011 besteht eine Auslastung von nahezu hundert Prozent.“ Otto und Festivalsprecher Oliver Neß blickten auch voraus: Am Konzept der neunten Ausgabe des Festivals werde bereits gearbeitet, denn: „'Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen – und gleichzeitig zu hoffen, dass sich was ändert.' Dieser Feststellung Albert Einsteins fühlt sich 'Lesen ohne Atomstrom' verpflichtet und bietet weiter die Bühne für engagierte Literatur, für den gesellschaftlichen Widerspruch von Autoren und Künstlern.“ Schon bislang waren die 'Lesen ohne Atomstrom'-Bühnen verschiedentlich an ungewöhnlichen Orten - vor dem Atommeiler Krümmel, am G20-Tagungsort oder auf der Elbe aus Protest gegen den Hamburger Hafen als zentralen Umschlagplatz der Atomindustrie. Neß: „'Lesen ohne Atomstrom' strebt an, mit seinen Programmen die Verantwortlichen gesellschaftlicher Mißstände künftig möglichst noch unmittelbarer zu konfrontieren.“

 

Atomalarm im Hafen

Am Samstag, so gut informierte Kreise, wird der Atomfrachter 'Link Star' die Elbe hinaufkommen. Nach aktuellem Kenntnisstand soll er deutsche Brennelemente zum finnischen Atomkraftwerk Olkiluoto transportieren. Die Brennelemente kommen aus der Atomfabrik im niedersächsischen Lingen - mit LKWs: Diese werden wahrscheinlich am Freitagabend durch Hamburg fahren. Die Verladung der Atomfracht auf die 'Link Star'erfolgt dann am Unikai der städtischen HHLA. Vor fast genau einem Jahr hatte der rot-grüne Senat über NDR und Hamburger Abendblatt den angeblichen Stopp der Atomtransporte über den Hafen lanciert - glatt gelogen.

 

Auch im 8. Jahr: Exklusive Programme - Volle Häuser

Seit November '18 tritt wieder ein außerordentlicher Reigen namhafter Autoren und Künstler auf Hamburgs attraktivsten Bühnen für die Beschleunigung des Atomausstiegs auf. Stets vor vollen Häusern: Bislang sahen 1.823 Zuschauer beim '8. Lesen ohne Atomstrom' die mehr als drei Dutzend Autoren und Künstler und die Ausstellung 'Die Diskreditierten'. Vor dem abschließenden Epilog am 28. März mit Gretchen Dutschke, Emily Laquer und Claus Peymann bilanziert Frank Otto, Vorstand des 'Lesen ohne Atomstrom' veranstaltenden Kultur für alle e. V.: „Das Zuschauerinteresse ist anhaltend hoch. Seit Start des Festivals im Jahr 2011 besteht eine Auslastung von hundert Prozent. Insgesamt konnten wir in 73 Veranstaltungen 32.000 Zuschauer begrüßen.“

 

HEUTE - FABRIK: Frida Kahlo konzertant – mit Suzanne von Borsody

Und es geht immer weiter – nach Prolog und Festivalwoche folgt Teil 3 des diesjährigen Festivals: Das Finale. Mit Suzanne von Borsody, die das Werk Frida Kahlos, Vorkämpferin der neueren Frauenbewegung, konzertant präsentiert. Heute Abend in der Fabrik.

 


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