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Kampagne gegen Atomschiffe

Die hunderttausend-fache Einladung zum 'Lesen ohne Atomstrom 2016' mit dem Schwerpunktthema 'Atom-Drehkreuz Hafen Hamburg – Jetzt sperren!' ist angelaufen: mit einer Beilage des Programmhefts in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT, Plakaten auf Stromkästen und Kultursäulen und den ersten großformatigen Anzeigen. Nach dem vom rot-grünen Senat erneut genehmigten und am letzten Donnerstag über den Hafen abgewickelten Atomtransport hat 'Lesen ohne Atomstrom' zudem eine ergänzende Informationskampagne konzipiert, die die ständigen Atomtransporte über den Hamburger Hafen breit bekannt machen soll – ab kommenden Mittwoch soll bis zum Festivalbeginn dazu fortlaufend in den Hamburger Tageszeitungen informiert werden. 'Lesen ohne Atomstrom' möchte mit den Mitteln eines Kulturfestivals das bereits jahrelange Engagement von Bürgerinitiativen unterstützen.

 

Atomzug gestoppt

Das hatte sich die Atomindustrie so schön ausgedacht: Bevor am Donnerstag-Nachmittag Protestaktionen im Hamburger Hafen starten konnten, wurde der Atomzug eilig auf die Reise nach Frankreich geschickt. Doch engagierte Bürger reagierten sofort: Bei Buchholz stellten sie den Atomzug am Abend – und stoppten ihn mit einer spektakulären Blockade. Fast vier Stunden konnte der Zug, der mit mehreren Tonnen Uranerzkonzentrat - dem Basismaterial für den Betrieb von Atomkraftwerken - beladen ist, nicht weiterfahren. Inzwischen ist der Zug wieder unterwegs gen Süden, wo weitere Proteste angekündigt sind. 'Lesen ohne Atomstrom' wird über Deutschlands wichtigste Atom-Drehscheibe, den Hamburger Hafen, ab der kommenden Woche eine breite Öffentlichkeit informieren, dabei auch die Verantwortlichen für die Genehmigung der wöchentlich stattfindenden Atomtransporte benennen: Bürgermeister Scholz und Umweltsenator Kerstan.

 

Geheimsache Atomzug

Der Atomzug - dessen strahlende Fracht am Dienstag in den Hamburger Hafen gekommen war - hat Hamburg früher verlassen als geplant: Um 13.50 Uhr am Donnerstag ist er durch Wilhelmsburg gefahren, mit mehreren Tonnen Uranerzkonzentrat. Wie zu hören ist fürchteten Bahn, Spediteur und Polizei Blockaden engagierter Bürger. Deswegen wurde der Zug in aller Eile zusammengekoppelt und mehr als zwei Stunden früher als geplant auf die Reise geschickt. Entlang der Fahrtstrecke des Zuges nach Frankreich sind mehrere Mahnwachen gegen die Atomtransporte angekündigt. Der im Hamburger Hafen entladene Atomfrachter 'Bright Sky' soll Hamburg noch heute verlassen.
Mit Genehmigung des rot-grünen Senats wird das nächste Atomschiff nicht lange auf sich warten lassen: Nächste Woche startet dazu die öffentlich sichtbare Informationskampagne von 'Lesen ohne Atomstrom'.

 

Seit Dienstag ist wieder ein Atomfrachter im Hamburger Hafen: die ‚Bright Sky’ liegt mit mehreren Tonnen Uranerzkonzentrat, dem Basismaterial für den Betrieb von Atommeilern, am Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg, einer bekannten Atomspedition. Bis Donnerstag wird der Atomfrachter noch an den Reiherstieg verlegt. Das Uranerz wird nach Informationen von ‚Lesen ohne Atomstrom’ am Donnerstag von der Deutschen Bahn weitertransportiert – durch Hamburger Wohngebiete, konkret über Wilhelmsburg nach Maschen, dann weiter über Bremen, Köln, Trier bis ins französische Malvési bei Narbonne. Dort wird es weiterverarbeitet für den Einsatz in Atomkraftwerken. Engagierte Bürger rufen für Donnerstag, den 7.4., nachmittags zu Protesten auf, am Gelände der Spedition C. Steinweg am Kamerunweg. Der Atomzug startet wahrscheinlich am Donnerstag gegen 16 Uhr. Mehr Informationen: twitter.com/urantransport und http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/aktionstage/

 


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