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„So geht's nicht. Kampagne verstärken!“

Hamburg bleibt Deutschlands wichtigstes Atom-Drehkreuz, avisiert Umweltsenator Jens Kerstan: Ihm bleibe nur, an die Freiwilligkeit der im Atomgeschäft tätigen Firmen zu appellieren, zumal er auch Rücksicht auf den Koalitionspartner SPD nehmen müsse, erklärte Kerstan zum Auftakt des Festivals 'Lesen ohne Atomstrom' im Gespräch mit Japans Ex-Premierminister Naoto Kan und den 'Lesen ohne Atomstrom'-Vertretern Oliver Neß und Frank Otto. Die sagen: „Das ist ein politischer Offenbarungseid, das geht gar nicht. Bremen hat seine Häfen per Gesetz für Atomfrachten gesperrt, das muss Hamburg auch können. Und auf die Unternehmen mit städtischer Beteiligung wie Hapag-Lloyd und HHLA hat der Senat jederzeit direkt Einfluss, um ihnen das Atomgeschäft zu untersagen.“ Neß und Otto kündigen an: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Aussage von Senator Kerstan werden wir nun die öffentliche Kampagne zur Sperrung des Hamburger Hafens für Atomtransporte im Rahmen des im April stattfindenden Festivals verstärken müssen.“ Die Sperrung des Hafens für Atomtransporte ist zentrales Thema des 2016-Festivals – und der erste Gast dieses Jahres, Japans Ex-Premierminister Naoto Kan, fordert im Hamburger Abendblatt: „Hamburg kann Zeichen setzen“. Es würden auch „lokal konkrete Schritte benötigt, um die Atomkraft zu beenden. Wenn Hamburg kurzfristig Atomtransporte über seinen Hafen verbieten würde, wäre das ein starkes Zeichen. Das würde ich begrüßen.“

 

HEUTE - 19.30 h

Es ist angerichtet: In der Veranstaltung heute mit Japans Ex-Premier Naoto Kan und Monika Griefahn wird jeder Zuschauer im Museum für Völkerkunde einen eigenen Kopfhörer für die deutsche Simultan-Übersetzung bekommen, das Event wird ergänzend auf Großbild-Leinwand im Museumscafe gezeigt und live im Internet übertragen. Um 19.30 Uhr geht’s los: Naoto Kan – Regierungschef Japans als in Fukushima die Atomreaktoren explodierten – berichtet an der Rothenbaumchaussee über die schwersten Stunden, Tage und Wochen seines Lebens, erläutert was im innersten Regierungszirkel in Tokio geschah als die Welt gebannt nach Japan blickte. Monika Griefahn wird den Ex-Premier anschließend befragen. Jean Ziegler konnte seinen Flug nach Hamburg leider nicht antreten, weil er in seiner Funktion als UN-Botschafter kurzfristig zu einer Sitzung der Vereinten Nationen nach New York einberufen wurde.
 

KAN: „ATOMTRANSPORTE VERBIETEN!“

Ein Paukenschlag zum Auftakt von 'Lesen ohne Atomstrom 2016': „Ich würde es begrüßen, wenn Hamburg die Entscheidung treffen würde, Atomtransporte über seinen Hafen nicht mehr zuzulassen. Das wäre ein Schritt, um Atomkraft abzuschaffen. Und das muss das Ziel sein“, sagte Japans Ex-Premier Naoto Kan unmitelbar nach seiner Ankunft in Hamburg. Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt, das am morgigen Donnerstag erscheint, ergänzt Kan: „Wenn Hamburg kurzfristig Atomtransporte über seinen Hafen verbieten würde, wäre das ein starkes Zeichen – weil es zur Beschleunigung des Atomausstiegs beiträgt.“


 

MITTWOCH - 19.30 UHR

Es ist angerichtet: In der Veranstaltung mit Japans Ex-Premier Naoto Kan, Monika Griefahn und Jean Ziegler am kommenden Mittwoch wird jeder Zuschauer im Museum für Völkerkunde einen eigenen Kopfhörer für die Simultan-Übersetzung bekommen, das Event wird ergänzend auf Groß-Leinwand im Museumscafe gezeigt und live im Internet übertragen. Die 'Lesen ohne Atomstrom'-Technik-Partner Totec, Silent Events, Brähler, erlesen-TV und Ahoi Media leisten mal wieder ganze Arbeit. Am 23. März geht’s um 19.30 Uhr los: Naoto Kan – Regierungschef Japans als in Fukushima die Atomreaktoren explodierten – berichtet an der Rothenbaumchaussee über die schwersten Stunden, Tage und Wochen seines Lebens, erklärt was im innersten Regierungszirkel in Tokio geschah als die Welt gebannt nach Japan blickte: „Ich freue mich sehr, am Mittwoch Gast in dem sehr besonderen Rahmen von 'Lesen ohne Atomstrom' zu sein“, sagt Naoto Kan im Vorfeld seines Auftritts. Kan wird bereits am Dienstag in Hamburg eintreffen – 'Lesen ohne Atomstrom' hat für Japans Ex-Premier zahlreiche Termine arrangiert: u. a. mit Ehrenbürger Michael Otto (Begründer der '2-Grad-Initiative der deutschen Wirtschaft'), Weltzukunftsrat-Vorstand Jakob von Uexküll, Senator Jens Kerstan und Vertretern der außerparlamentarischen Anti-Atom-Bewegung.

 


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